Wer soll die ganzen Projekte umsetzen?
Als Bewohner und Dienstleister im Ahrtal kenne ich das Problem des Fachkräftemangels in Tiefbauämtern, kommunalen Betrieben, Ingenieurbüros und Tiefbaufirmen aus erster Hand. Dieses Defizit betrifft nicht nur das Ahrtal, sondern bundesweit zahlreiche Regionen. Überall berichten Akteure von hohen Krankheitsraten, Burn-out-Fällen und unbesetzten Stellen – trotz Stellenanzeigen, Ausbildungsnetzwerken und Werbemaßnahmen.
Die Ursachen sind vielschichtig: demografischer Wandel, hohe Belastung, politische Verschiebungen durch Wahlkämpfe. Daraus entsteht eine Negativspirale, die Projekte verzögert und Qualität gefährdet.
Ansätze wie das „interkommunale technische Rathaus“ (Markus Vogel) oder die inframeta-Regionaltreffen für Infrastrukturexperten setzen hier an, um Ressourcen zu bündeln und den Austausch zu fördern. Dennoch bleibt die zentrale Frage: Wer reagiert nachhaltig und bricht diese Spirale?
Wenn wir sie nicht durchbrechen, sehe ich keine Chance, die großen Infrastrukturprojekte umzusetzen.
Ich fordere daher dazu auf, aktiv an neuen Initiativen zu arbeiten und an den beiden oben beschriebenen mitzumachen! HEUTE!
Ihr und euer
Markus Becker