e-Vergabe wird Pflicht

Das Bundeskabinett hat am
7. Januar 2015 die Eckpunkte zur Reform des Vergabe-
rechtes
veröffentlicht. Diese sieht vor, das Vergaberecht aufgrund der EU-Richtlinie bis zum 18. April 2016 zu modernisieren.

 

Der wichtigste Punkt wird sein, dass ab 2018 Vergaben komplett in elektronischer Form erfolgen sollen. Dies wird vorerst nur für Vergaben oberhalb des Schwellenwertes gelten; zeitnah soll es aber auch auf Vergaben unterhalb des Schwellenwertes ausgeweitet werden.

 

Wichtige Termine hierfür sind:

18. April 2016

 

  • Bekanntmachung elektronisch an Amtsblatt der EU übermitteln
  • Uneingeschränkte, unentgeltliche, vollständige und direkte Bereitstellung sämtlicher Angebots-
    unterlagen in elektronischer Form

 

18. April 2017

 

  • Elektronische Angebots-
    abgabe und Bieter-
    kommunikation während des gesamten Vergabe-
    verfahrens für zentrale Beschaffungsstellen

18. April 2018

 

Elektronische Angebotsabgabe und Bieterkommunikation während des gesamten Vergabeverfahrens für andere Beschaffungsstellen

 

  • Einführung einheitlicher europäischer Eigenerklärungen
  • Nutzungspflicht öffentlicher Auftraggeber des Online-Dokumentenarchivs e-Certis

 

Es ist ratsam, sich möglichst früh mit diesem Thema auseinanderzusetzen, da auf kommunale Vergabestellen,

kleine und mittelständische Unternehmen ein erheblicher Umstellungsaufwand zukommen wird.

 

Im Zuge der Reform des Vergaberechts hat das Bundeskabinett auch eine Digitale Agenda beschlossen, um bis 2018 überall in Deutschland eine Internet-Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Mbit/s zu erreichen, damit auch Unternehmen in ländlichen Regionen nicht bei dieser Reform zurückgelassen werden.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: bi-medien.de.