Zu Fuß in die Stadt der Zukunft


Seminar zur Sicherheit und Gestaltung von Stadtstraßen vom 29.01.2015

 

„Zu Fuß in die Stadt der Zukunft“

 

10 Merksätze:

 

1. Es verunfallen pro Jahr in Deutschland 30.000 Kinder, nur weil Leute von A nach B wollen.

Die Hauptursache für alle Fußgängerunfälle ist falsches Verhalten von PKW- und Güterkraftverkehr gegenüber Fußgängern.

 

2. Bei Straßenneuplanungen ist die Berücksichtigung des Unfallgeschehens unverzichtbar.

3. Ein Bestandsaudit oder ein präventives Sicher-
heitsaudit
sollten erste Schritte einer komplexen Planung sein.

 

4. Die Straßenplanung von Stadtstraßen muss sich besonders an den Kindern von 6 bis 9 Jahren und an den Senioren orientieren.

 

5. Neben der Leistungs-
fähigkeit ist bei Planungen auch die Sicherheit der Straße zu bewerten. Vor allem an Knotenpunkten und Haltestellen häuft sich die Unfallgefahr.

 

6. Bauliche Veränderungen im Bestand wirken effektiver gegen Unfälle als technische Veränderungen.

 

7. An Haltestellen gibt es immer Überquerungsbedarf.

 

8. Mittelinseln reduzieren die Komplexität der Verkehrssituation beim Überqueren der Straße.

 

9. Bei freizuhaltenden Bereichen an Zebrastreifen sind 5 m unzureichend, um eine ausreichenden Sichtbeziehung zu erzielen!

 

10. Zu Fuß gehen ist unsere „Basismobilität“.

 

Sie ist eine wichtige Verkehrs-
art, deren Anteil am Verkehrs-
aufkommen gleichbleibend ist. Trotzdem gibt es in deutschen Städten kaum Strategien

zum Fußverkehr.

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach ( Lehr- und Forschungsgebiet Straßenplanung und Technik, Uni Wuppertal) stellte den Stadtplatz Kevelaer als ein gelungenes Beispiel für eine gute Kommunikation der Verkehrsteilnehmer in einem „aufgeräumten“ Bereich bei Tempo 20 vor.

 

Zum Abschluss des erfolgreichen Seminars wurde mit Prof. Gerlach gleich ein Termin zum Thema

 

„Radverkehr in der Stadt“

 

für den Januar 2016 vereinbart.