Prüfung der Nachtragshöhe

Am 10.02.2017 fand in unserer Infrastruktur-Akademie das Seminar „Berechnung und Prüfung der Nachtragshöhe” statt.

 

Prof. Dr.-Ing. Engler von der Hochschule Koblenz erklärte den Teilnehmern, wie Nachträge berechnet werden und was bei der Prüfung zu beachten ist.

 

Nach der Einführung in die Kalkulation und der Erläuterung der Preisfortschreibung wurde den Teilnehmern die Prüfung an

Beispielen demonstriert und sie durften das eben Gelernte selbst an weiteren Beispielen anwenden.

 

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse dabei waren:

 

  • Kostenansätze und Kostenelemente der Bezugsposition bleiben bei der Preisfortschreibung erhalten.
  • Zeitbezogen kalkulierte Baustellengemeinkosten

(BGK) werden nur bei Verlängerung/Änderung der Bauzeit vergütet, bei Änderung des Preises bleiben die BGKs vom Betrag unverändert erhalten.

 

  • Positionsverluste und -gewinne bleiben bei der Preisfortschreibung erhalten (guter Preis bleibt guter Preis und schlechter Preis bleibt schlechter Preis).

  • Auch eine Änderung des „WIE” (z. B. Asphalteinbau in kleinen Teilflächen) kann zu berechtigten Nachträgen führen, obwohl das „WAS” (hier: Asphalteinbau) sich nicht ändert.
  • Nach dem neuen (geplanten) Bauvertragsrecht sollen bei Nachträgen die tatsächlich erforderlichen Kosten vergütet werden.