HOAI-Workshop: Bauen im Bestand

In unserem HOAI-Workshop haben wir uns in diesem Jahr mit dem Thema “Bauen im Bestand” auseinandergesetzt.

 

Unter Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Peter Kalte von der GHV Gütestelle Honorar- und Vergaberecht e.V. wurden die Aspekte Umbau, Modernisierung und Instandsetzung abgegerenzt und die jeweiligen Auswirkungen auf die HOAI-konforme Ermittlung des Honorars beleuchtet.

 

Unser Fazit:

 

  • Umbauten sind Umgestaltungen eines vorhandenen Objekts mit wesentlichen Eingriffen in Konstruktion oder Bestand.

  • Modernisierungen sind bauliche Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswertes eines Objektes.
  • Instandsetzung sind Maßnahmen, die den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.
  • Je nach Zuordnung der Maßnahme wird das Honorar ermittelt.

Umbauzuschlag/Modernisierung decken Schwierigkeiten beim Planen und Bauen im Bestand ab.

 

Die HOAI gibt Hinweise auf die Höhe des Umbauzuschlags. Vorschlag GVH: 20 – 33 %, je nach Honorarzone.

Der Instandsetzungszuschlag gilt bei Ingenieurbauwerken für die Leistungsphase 8 (max. Zuschlag: 50 %).

 

Umbauzuschlag und Ansatz von mitzuverarbeitender Bausubstanz (mvB) stellen unabhängige Honoraransprüche dar.

 

Die mitzuverarbeitende Bausubstanz ist das bereits durch Bauleistungen hergestellte Objekt, welches durch die anstehende Maßnahme mitverarbeitet wird.

 

Der Umfang der mvB ist angemessen zum Zeitpunkt der Kostenberechnung zu berücksichtigen.

Eine Ergänzung zum Ingenieurvertrag ist erforderlich.

 

Die mvB ist objektbezogen und eine Einzelfallbetrachtung.

 

Zur Ermittlung werden Neubaukosten unter Berücksichtigung der Sanierungskosten (Wertfaktor) um einen Leistungsfaktor abgemindert.

 

Das BMVBS und das BMWi geben Empfehlungen zur Ermittlung.

 

Im Jahr 2017 wird die Workshop-Reihe fortgesetzt, den Termin geben wir rechtzeitig bekannt.