Erschütterungsmessungen an praktischen Beispielen

Am 3. November 2015 fand das Seminar „Erschütterungs-

messungen an praktischen Beispielen” mit dem Referenten Dipl.-Ing. Markus Frömbgen statt.

 

Die aus unserer Sicht wichtigste Erkenntnis ist, dass eine starke Erschütterung (Emission) nicht gleich eine starke Einwirkung (Immission) bedeuten muss.

 

Ein Gebäude beispielsweise wird dann stark zum Schwingen gebracht, wenn

die Eigenfrequenz des Gebäudes identisch mit der Erregerfrequenz ist.

 

Eine von Menschen als stark empfundene Erschütterung bedeutet nicht zwangsläufig die Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes.

 

Durch den vorzeitigen Einsatz von Erschüttzungsmessgeräten können der richtige Einsatz von Baugeräten bestimmt und somit Schäden an

angrenzenden Gebäuden vermieden werden.

 

Anlieger bzw. Hauseigentümer befürchten meist Schlimmes für das Eigentum.  Durch den Hinweis der Vorsorge kann der Anlieger oft beruhigt werden.

 

Nicht nur das sichtbare Gebäude ab Straßenoberkante sollte berücksichtigt werden.  Auch unterirdisch verlegte Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe können

durch bestimmte Erschütterungen beschädigt werden.

 

Fazit:

 

Nicht nur das optisch scheinbar einsturzgefährdete Gebäude sollte bei der Bestandserfassung näher betrachtet werden, auch ein neues Gebäude oder auch der bestehende Schmutzwasserkanal aus Steinzeug in unmittelbarer Nähe der Erdbau-Baustelle können beschädigt werden.