Anforderungen blinder und sehbehinderter Menschen an den Straßenbau


Taktile Elemente

 

Dozentin: Natalja Mirau, Rehabilitationslehrerin für Blinde und Sehbehinderte an der Landesblindenschule Neuwied mit Frau Kessels

 

Nach der Begrüßung in unseren Räumen erfolgte eine kurze Einführung in das Thema „Barrierefreie Umwelt- und Verkehrsraumgestaltung, Bodenindikatoren und Leitelemente anhand der DIN 32984“.

 

Danach folgte der praktische Teil mit Selbsterfahrung unter der Augenbinde am Kreisverkehrsplatz Kölner Straße/Rathausstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Zitat unseres Mitarbeiters Alexander Heinen:

 

„Haben Sie schon einmal eine stark befahrene Straße direkt neben einem Verteilerkreisel überquert, ohne dabei etwas sehen zu können?

 

Sie haben nichts als Ihr Gehör und Ihr Gefühl unter den Schuhsohlen zur Orientierung. Um die Hindernisse vor Ihnen rechtzeitig erkennen zu können, haben Sie noch einen Blindenstock zur Hilfe.

 

Je nach Untergrund bekommen Sie jedoch nicht die nötige „Erschütterungsrückmeldung“, um sicher die Straße zu überqueren.

Niemand der Seminar-

teilnehmer hat damit gerechnet, wie schwierig es sich darstellt, blind im Straßenverkehr zurecht zu kommen.

 

Der Sehbehinderte jedoch erlernt die Bedeutung der taktilen Elemente und muss sich zwangsläufig darauf verlassen können.“

 

Im Anschluss daran erfolgte ein Erfahrungsaustausch über die gewonnenen Erfahrungen, bevor Frau Mirau noch auf die baulichen Details der DIN 32984 und ihre Umsetzungsmöglich-

keiten einging.

Zusammengefasst erlebten unsere Fachplaner sehr aufschlussreiche Momente.

 

Wir werden als beratendes Ingenieurbüro unsere Auftraggeber nach wie vor über die Bedeutung der richtigen Gestaltung von Verkehrsflächen für Blinde und Sehbehinderte aufklären und fundiert beraten.

 

An unserem Seminar nahmen teil: Frau Frick, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Herr Sascha Bach, Mitarbeiter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie unsere Mitarbeiter Stefan Witzler, Alexander Heinen, Nico Gleich und Judith Spohr.