Auftraggeber-Fachgespräche zum Thema Güteschutz Kanalbau


Zur jährlichen Veranstaltung der Gütegemeinschaft Kanalbau trafen sich Auftraggeber und Ingenieurbüros aus dem größeren Umkreis von Koblenz.

 

Hier erfuhren die Teilnehmer Neuerungen und Entwicklungen in der Gütesicherung, Neuerungen zum technischen Regelwerk sowie Hinweise zur Qualitätssicherung der Ausführung vor Ort und Erfahrungen und Hinweise zur fachgerechten Ausführung.

 

Die Gütesicherung Kanalbau vereinfacht die erforderliche Prüfung der Bietereignung (Fachkunde, technische Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit) in öffentlichen Vergabeverfahren.

 

Somit können bereits im Rahmen der Vergabeentscheidung die projektspezifischen Anforderungen an die jeweiligen Unternehmen geprüft werden.

 

Hierzu hat es sich bewährt, bei

  • der Bekanntmachung der öffentlichen Ausschreibung
  • in den Unterlagen zur Aufforderung eines Angebotes
  • in den besonderen Vertragsbedingungen

entsprechende Formulierungen zu verwenden.

 

Die Hinweise zur Einführung der elektronischen Vergabe waren insbesondere für die Auftraggeber interessant.

 

Auch wenn die E-Vergabe aufgrund einer EU-Richtlinie (und damit für Vergabe oberhalb der Schwellenwerte) bindend ist, wird erwartet, dass dies in Zukunft ausgeweitet wird.

 

Nach der EU-Richtlinie wird der elektronische Zugang zu den Unterlagen ab 18.04.2016 Pflicht, die elektronische Angebotsabgabe ab 18.10.2018.

 

In Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten bzw. der Einbausituation vor Ort ist die

richtige Wahl für den richtigen Verbau, das richtige Rohrmaterial und den richtigen leistungsfähigen Auftragnehmer zu treffen.

 

Im praktischen Teil wurden die Themen Grundwasserhaltung, entsprechende Verfahren und Bemessung der erforderlichen Brunnen angesprochen.

 

Hinsichtlich der Anforderungen an das Tragwerksystem Rohr/Boden mit Rohrstatik, Bodenkennwerten, erforderliche Angaben im Leistungsverzeichnis und Vorbemerkungen erhielten die Teilnehmer praxisnahe Hilfen.

 

Die Anwendung der Typenstatik geht häufig auf die projektspezifischen Besonderheiten nicht ein, sodass auf Basis der Bodenkennwerte individuelle Prüfungen notwendig sind. Hier wurde besonderes Augenmerk auf das Bodengutachten als Grundlage gelegt.

 

Gleiches gilt auch für die Grabensicherung.

Die Art des einzusetzenden Verbaus ist in den Vergabeunterlagen zu benennen. Somit kommt der Auftraggeber nicht mehr umhin, eine individuelle Verbauplanung durchzuführen.

 

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer Hilfestellungen zur Prüfung der hergestellten Leitungen. Bettung, Verdichtung, Dichtigkeit, Lage und Verformung waren hier die angesprochenen Themen.

 

Zusammengefasst war es ein spannender und informationsreicher Tag, von dem jeder durch den belebenden Austausch von Erfahrungen unter den Teilnehmern profitierte.

 

Mehr Informationen zum Güteschutz Kanalbau unter www.kanalbau.com.

 

Die Berthold Becker GmbH ist Mitglied im Güteschutz Kanalbau e. V. und seit dem 14. September 2015 zertifiziert für die Ausschreibung und Bauüberwachung von Abwasser- und Kanalbauarbeiten.