Kommentar Januar

Die Baubranche im Jahre 2021

01. Januar 2021

Nach dem außergewöhnlichen Corona-Jahr 2020 stehen wir mit Sicherheit wieder vor einem spannenden Jahr 2021.

 
Ich möchte mich in diesem Kommentar einmal vorwagen und Themen benennen, die nach meiner Einschätzung in 2021 hochrelevant sein werden - hierbei erhebe ich natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

 

1. Der Rückblick auf das Corona-Jahr und das Risiko- und Krisenmanagement wird vor allem auch im Infrastrukturbereich nachwirken.

Die Corona-Krise wird durch die Einführung eines Impfstoffes hoffentlich in den ersten Grundzügen überwunden.

 

Das Risiko- und Krisenmanagement wird aber eine lange, nicht mehr gekannte Aufmerksamkeit bekommen: Kritische Infrastruktur, Kosten von fehlendem Risikomanagement, regionale Verantwortlichkeiten, Einführung sicherer Prozesse, Training von Krisenarbeit.

 

Es müssen dann auch Ressourcen in jeglicher Form in diesen Bereich fließen. Wirksame Standards werden gebraucht und entwickelt werden.

2. Personalthemen im technischen Bereich werden als zentraler Engpass neu angegangen.
 

Über das erste Thema befeuert wird der riesige Personalbedarf im Bereich der technischen Infrastruktur sichtbar.

 

Es werden Quereinsteigerprogramme aufgelegt und die technischen Berufe und auch der öffentliche Dienst werden wieder als attraktiver angesehen werden.
 

3. Gesetze werden pragmatischer angewendet, Bürokratie wird abgebaut.

Nach Jahren der ersten Versuche und Ankündigung kommt es zu echtem Bürokratieabbau. Die Krise hat gezeigt, dass im Vergaberecht, im Baurecht bei der Datenschutzgrundverordnung und in vielen weiteren Themen der Sinn der Gesetze im Tagesgeschäft verloren gegangen ist.

 

Die Themen Angemessenheit und Ermessen in Krisensituationen werden zu vereinfachten Handlungsempfehlungen führen.

 
Mit diesem optimistischen Blick freue ich mich auf das Jahr 2021!

 
Ihr
Markus Becker

 
 
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