Neue Ansätze beim Arbeiten im Infrastrukturbereich

In vielen Beiträgen und Kommentaren habe ich Überlegungen angestellt, wie sich das „Arbeiten” im Infrastrukturbereich verändern wird.

 

Anlass sind die vielen Themen, die wir haben: Sei es die Komplexität von Großprojekten, die mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung bei Netzausbauten, die Kosten-, Termin- und Qualitätsdefizite, die Defizite in der Leitungsdokumentation, der schleppende Ausbau im Glasfaserbereich, die Thematik von neuen Arbeitsmethoden wie BIM oder der Personalmangel.

Man könnte hier von einer Krise sprechen.

 

Eine Krise definiere ich hierbei so, dass ich mit den herkömmlichen Mitteln wie Gesetzen, Regeln und Sanktionen wahrscheinlich nicht mehr weiterkomme. Deswegen können wir diesen Begriff sicherlich verwenden.

 

In einem Artikel in der brandeins (05/20, S.87) habe ich einen Artikel von Jens Junge, einem Ludologen, gelesen.

 

Er soll hier dienen, ein paar neue Gedanken einzubringen:

  • Spielen kann uns bei der Lösung von Krisen helfen
  • Die spielerische Note macht die  Fleissarbeit attraktiv und sorgt dafür, dass sich viele Menschen daran beteiligen
  • Kooperative Spielkonzepte werden immer beliebter
  • Alle Spieler müssen zusammenarbeiten, man gewinnt oder verliert gemeinsam
  • Im Prinzip ist unser ganzes Leben ein Rollenspiel
  • Jedes Unternehmen ist ein Spiel mit künstlich geschaffenen Regeln.

Das Unternehmen als Ganzes aber ist ein Regelspiel mit kooperativem Ansatz. Nur wenn alle Mitarbeiter gemeinsam auf das Ziel hinarbeiten, hat man Erfolg.

 

Ich finde, es stecken eine ganze Menge Ansätze darin, um die oben genannten Gründe der Krise neu anzugehen.

 

Eine spannende Gesprächsgrundlage…

 
Gehen wir mutig und zuversichtlich das Thema an! Es lohnt sich sicher!

 

Ihr
Markus Becker

In Böhl-Iggelheim erweitert die Südwest Lacke & Farben GmbH & Co. KG (STO-Gruppe) den Standort um ein modernes Logistikzentrum.

Generalplaner ist die P T I – Brandschutz- und Bauplanungs-GmbH aus Primasens, für die wir die Planung und Bauleitung der Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen übernommen haben.

Es werden mehrere tausend Meter Ver- und Entsorgungsleitungen und ein großes Rückhaltebecken gebaut.

Nach Fertigstellung des Hochbaus werden die Verkehrsanlagen errichtet.

Die Corona-Zeit ist eine außergewöhnliche Zeit.

 

Sie wird wahrscheinlich ein Jahrzehnt prägen. Viele Veränderungen kommen jetzt viel schneller – Homeoffice, Videokonferenzen sind hier einige.

 

Viele Wirtschaftsbereiche sind betroffen, wirkliche Existenzsorgen bei großen Teilen der Bevölkerung sichtbar.

Unsere Branche, der kommunale Leistungstiefbau und Straßenbau, kann zum Glück noch arbeiten.

 

Das ist nicht selbstverständlich, dafür sind wir sehr dankbar.

 

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz bekommt in diesen Zeiten eine neue Aufmerksamkeit.

Wer jetzt noch nicht den Wert der Arbeit der Berufsgenossenschaft und des Baugewerbeverbandes anerkennt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

 

Der BG-Baustein D503 „Gefährdung durch Biostoffe” hat schon im Juni 2017 die Gefährdung durch Viren beschrieben.

Schutzmaßnahmen und arbeitsmedizinische Vorsorge sind hier schon dargestellt.

 

Glück hat also auch etwas mit Vorbereitung und Strategie zu tun.

 

 

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

 

Ihr
Markus Becker

Unmittelbar nach Fertigstellung des Kreisels am Bahnhofsvorplatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler 

wurde das letzte Teilstück der Hauptstraße Richtung City asphaltiert, sodass seit dem

vergangenen Wochenende dieser Bereich für den Verkehr wieder freigegeben werden konnte.

Weiter geht es nun unter anderem mit den Arbeiten am Bahnhofsvorplatz selbst.

(Auch) mit Abstand das beste Team für zukunftsfähige Infrastruktur!

#Stayathome at it’s finest:

Heute Vormittag hatten wir mit über 30 Kollegen unsere

bislang größte und sehr erfolgreiche Videokonferenz!!!

In der Corona-Zeit werden neue „Helden” sichtbar.

 

Pfleger/innen, Ärzte und Ärztinnen, Supermarktmitarbeiter/innen und viele mehr…

 

Das Besondere: Sie waren immer schon da, aber nicht sichtbar.

 

Ihre Arbeit wurde als selbstverständlich angesehen.

Wertschätzung fehlte. In der Not werden sie mit Dankbarkeit überschüttet.

 

Das ist auch gut so!

 

Vielleicht nehmen wir diese Erfahrung zum Anlass, weitere Selbstverständlichkeiten achtsamer wahrzunehmen.

 

Die Ver- und Entsorgungswirtschaft ist ein solcher großer Bereich, der ebenfalls nur in der Not gesehen wird.

Viele Wassermeister und Monteure halten 365 Tage rund um die Uhr die Wasserversorgung aufrecht – übrigens auch die Löschwasserversorgung.

 

Dasselbe gilt für die Mitarbeiter der Abwasserwirtschaft, die Strom- und Telekommunikationsmitarbeiter und viele mehr.

Vielleicht können wir in dieser Krise Ideen entwickeln, das dauerhaft sichtbar zu machen.

 

Wertschätzung kann auf viele Art und Weise erfolgen.

 

Gehen wir es an!

 

Ihr
Markus Becker

 

Wir wünschen geruhsame, zufriedene Osterfeiertage

und viel frühlingshaften Ostersonnenschein.

 

Wie schön, dass es in diesen Zeiten auch über positive Ereignisse zu berichten gibt:

Der “Kopf” unserer Infrastrukturmannschaft, Dipl.-Ing. Markus Becker, feierte gestern sein 25-jähriges Dienstjubiläum!

Dipl.-Ing. Torsten Ohlert, seit dem 01.01.2020 unser zweiter Geschäftsführer, ließ es sich natürlich nicht nehmen, im Namen des gesamten Teams zu diesem Tag zu gratulieren.

Auf viele weitere gute, gemeinsame Jahre!!!

Die Corona-Welle hat uns doch deutlich erwischt. Absolut unerwartet und bestimmt ein Thema, das einen großen Teil des Tagesgeschäfts einnimmt.

 

Veranstaltungen werden abgsagt, weil Arbeitgeber ihre Mitarbeiter schützen wollen; Referenten sagen vorsichtshalber ab. Termine werden überdacht, Reisen storniert.

Nach Greta und Klima, nach Syrien und Türkeiflüchtlinge ist es doch immer wieder erstaunlich, wie die ganze Medienwelt sich gegenseitig übertreffen will mit Nachrichten zum Thema.

 

Was würde Hans Rosling, der Autor von FACTFULLNESS, dazu sagen? Was machen wir mit? Was nicht?

Ein schönes Beispiel für Selbstverantwortung, Vorsorge und Lernen aus Krisensituationen.
 
Viel kann hier wieder gelernt werden – auch für das von uns mitbearbeitete Thema kritische Infrastruktur Trinkwasser.
 
Auf einmal stehen überall Landräte vor den Kameras und müssen erklären, beruhigen und entscheiden.

Ich schreibe den Kommentar Mitte März und bin gespannt, ob er Anfang April noch aktuell ist.
 
Wir könnten Vieles aus dem Vorfall lernen! Wie man Panik verhindert, wie man kommuniziert, wie man Verantwortungsketten testet.
 
Lassen Sie uns daraus lernen und mutig und freudvoll weiterleben!
 

Markus Becker

Täglich erfahren wir von neuen Situationen, die durch das Coronavirus ausgelöst werden. So gilt als erstes Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

Dies alles hat direkte oder indirekte Auswirkungen auf die bestehenden Baumaßnahmen.

 

Folgende kurze Zusammenfassung aus unserer Einschätzung:

1.
In der Regel gibt es für derartige Situationen nur sehr selten vertragliche Regellungen. Dies wird sich bzw. sollte sich in Zukunft ändern – sog. Force-Majeure-Klauseln regeln den Umgang.

 

2.
Werden einzelne Mitarbeiter vorsorglich oder verordnet in unter Quarantäne gestellt, so ist dies dem Grunde nach ähnlich wie ein „normaler“ Krankheitsfall zu bewerten.

 

3.
Wird ein gesamter Betrieb oder Bereich eines Betriebes auf Basis einer Anordnung unter Quarantäne gestellt oder ist die Zugänglichkeit einer Baustelle aufgrund von behördlich angeordneten Sperrzonen nicht mehr möglich, so kann – auch wenn es hierzu keine höchstrichterlichen Beschlüsse gibt – analog der Regelungen zu Höherer Gewalt verfahren werden. Die vertraglichen Fristen werden in diesem Fall entsprechend verlängert.

 

4.
Für Materiallieferungen und Nachunternehmerleistungen ist zunächst der Auftragnehmer verantwortlich. Eine Schuldhafte Pflichtverletzung liegt aber in einem Fall von Höherer Gewalt zunächst nicht vor. Allerdings ist zu prüfen, ob eine Ersatzlieferung oder Ersatz-Nachunternehmerleistung für den Auftragnehmer tatsächlich nicht erfolgen kann – ggf. nur zu anderen, unter Umständen deutlich höheren Preisen. Dies bleibt dann im Verantwortungsbereich ds Auftragnehmers.

 

5.
Die derzeitig unvorhergesehene Situation, welche für aktuelle Maßnahmen als Grundlage für die Anwendung der Regelungen zu Höherer Gewalt herangezogen werden könnten, ist aber in momentan stattfindenden Vergaben zu berücksichtigen. In diesen werden sich bei weiteren Behinderungen im Bauablauf die Beteiligten nicht auf Unvorhersehbarkeit berufen können.

 

6.
Die Mitwirkungspflichten des Auftraggebers sind ebenfalls weiterhin zu erbringen. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, welche Auswirkungen entstehen.

 

7.
Eine Baustelle gilt nicht als öffentlicher Raum im Sinne der verordneten Einschränkungen. Hinweise zu Verhaltensregeln sind im Flyer der BG Bau zusammengefasst.

 

Bei allen Neuerungen und Einschränkungen: Wir haben auch mehrfach positive Signale von Baustellen im öffentlichen Raum erfahren, wo aufgrund der sehr eingeschränkten Verkehrsbelastungen zusätzliche Maßnahmen oder Maßnahmenteile schneller umgesetzt werden. Gleichzeitig erfahren wir mit Homeoffice, Telefon- und Videokonferenzen, dass „anderes Arbeiten” bzw. „anders arbeiten” zu guten, wenn nicht sehr guten Ergebnissen führt. Chancen gibt es also auch in Krisenzeiten!

 

In den folgenden Links haben wir die aus unserer Sicht wichtigsten Informationsblätter zusammengestellt:

 

- Verhaltensregeln Corona

- rechtliche Auswirkungen der Covid-19-Epidemie auf Bauprojekte

- Informationsblatt COVID19 BingK

- 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung

- Infektionen vorbeugen: Richtig Hände waschen schützt!

- Infektionen vorbeugen: Hygiene schützt!

- Infektionen vorbeugen: die 10 wichtigsten Hygienetipps

- Informationen zum Coronavirus: Ergänzungen zum Sicherheits- und Gesundheitsplan

- Informationen über das Coronavirus: BMG und BZgA

- Hygiene auf Baustellen: BG BAU

- Hygieneplakat BG BAU

- Plakat Hände waschen: BG BAU

 

Bleiben Sie gesund!