BIM im kommunalen Tiefbau muss Abrechnung vereinfachen!

Ist BIM (Building Information Modeling) nur was für den Hochbau? Ich meine NEIN!

 

Auch im kommunalen Tiefbau entwickeln Firmen, Büros, die Verbände und Kammern Piloten, Leitfäden und Checklisten.

 

Es werden auch Pilot-Maßnahmen in der Wasserwirtschaft gefördert.

 

Innovative Akteure beginnen, die Anwendbarkeit zu prüfen, machen erste Erfahrungen.

 

Das Tagesgeschäft geht aber weiter. Die Erkenntnis, dass wir neue Methoden brauchen, um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, beginnt sich langsam durchzusetzen. 

Deswegen ist BIM im kommunalen Tiefbau aus meiner Sicht eine Chance.

 

Wie aber schaffen wir es, die notwendigen Änderungen in den Prozessen und Abläufen in die Praxis sicher zu überführen?

 

Viele Projekte gerade auch mit IT-Komponenten haben Jahre gebraucht, bis diese selbstverständlich in der täglichen Arbeit angekommen sind.

 

Nach vielen Ideen ist mir die von Rainer Schrode (MTS Maschinentechnik Schrode AG) vorgestellte Vision, dass BIM vor allem auch die Abrechnung von Baumaßnahmen unterstützt, aufgefallen.

Die Abrechnung von Tiefbaumaßnahmen, das Aufteilen auf viele Kostenträger und Fördergeber ist ein immer größer werdender Faktor bei Baufirmen, Bauüberwachern und Bauherrenvertretern. Man findet kaum noch Leute, die das können und es wird immer zeitaufwendiger.

 

Wenn BIM hier Vereinfachungen bringt, dann ist das eine riesige Erleichterung.

 

Das würde Akzeptanz für Veränderungen bringen.

 

Hierzu müssen alle Akteure ihren Beitrag leisten. Die Prüffähigkeit von Rechnungen muss über ein BIM-Modell abgebildet werden.

Dass das funktioniert, hat Rainer Schrode an Pilotprojekten gezeigt. Die Netzeigentümer und Prüfungsbehörden müssen jetzt überzeugt werden, dass sich dieser Weg lohnt.

 

Es wäre ein Riesenfortschritt und wir würden hier mit BIM weiterkommen.

 

Im Dezember-Kommentar möchte ich nicht versäumen, Ihnen und Ihren Familien eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen und einen persönlich angenehmen Jahreswechsel.

 

Unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern einen herzlichen Dank für Projektaufträge und Mitarbeit.

 

Markus Becker

Vorstandsvorsitzender der MTS Maschinentechnik Schrode AG

 

„Eine Pflichtlektüre für jeden, der Infrastrukturprojekte partnerschaftlich angehen will.”

(zum Buch „Die Wahrheit liegt vor der Baggerschaufel”)

 

08.08.2019

 

Rainer Schrode

Vorstandsvorsitzender der MTS Maschinentechnik Schrode AG

 

Nach drei Monaten Probezeit konnten wir nun unseren neuen Auszubildenden Lukas Rosenstein in die Ausbildung übernehmen.

Bereits nach kürzester Zeit konnte er sich toll in die Mannschaft integrieren

und wird schon zu allerlei anspruchsvollen Arbeiten herangezogen.

Herzlichen Glückwunsch, Lukas, zu deinem erfolgreichen Start – willkommen im Team und weiter so!

 

Foto: Unser neuer Auszubildender Lukas Rosenstein
mit Ausbildungsleiter Stefan Witzler (links) und seinem Mentor Paul Kuhn (rechts)

Bei meinem Start-Up localexpert24 versuche ich etwas Neues:

 

Die Plattform versucht, Wissensträger von unterschiedlichen Akteuren zu vernetzen und Informationen von unterirdischer Infrastruktur zu teilen.

 

Eine einfache Idee, viel Mehrwert, eigentlich ein Selbstläufer.

Sie glauben nicht, wievielen Bedenkenträgern oder „Kerzenausbläsern” man begegnet.

 

„Datenschutzfragen” werden mit vielfältigen Details, Annahmen und Randbedingungen konstruiert, sodass man denkt, Bedenkenträger werden erfunden und pauschal nicht nachvollziehbar zitiert und als K.o.-Kriterium dargestellt.

 

Jegliche Kritik nehmen wir ernst und arbeiten sie ab.

 

Unzweifelhaft hat die Kritik auch die Plattform konkret verbessert.

Wir sind klarer geworden, beschreiben exakter, helfen öfter.

 

Jetzt erst verstehe ich, wie hart „Durchhalten” oder „Kerze schützen” bei der Einführung von Innovationen ist.

 

Wie wohltuend sind da oft Zitate von erfahrenen Tiefbauexperten!

 

Auf die Frage an den Werkleiter der Versorgungsbetriebe Siegen, Herrn Ferger, inwieweit er ein Risiko sieht, wenn Bilder von offenen Baugruben eine Gasleitung zeigen und auf der Plattform veröffentlicht werden, antwortete er:

„Für mich sind Informationen der beste Schutz für meine Gasleitung!” 

 

Kurz, prägnant und klar!

 

Dann weiß ich wieder, warum DURCHHALTEN auch Freude machen kann!

 

Ihr
Markus Becker

 

Am Freitag, den 4. Oktober 2019 nutzen wir den Brückentag für ein langes Wochenende.

Ab dem 7. Oktober 2019 sind wir wie gewohnt wieder zu erreichen.

 
 

Nach über 5 Jahren Bauzeit unter laufendem Betrieb sind wir nun in der Inbetriebnahme der Kläranlage Hölzches Mühle in Puderbach.

 

In diesen Tagen wird einem bewusst, wie lange man an Infrastrukturprojekten dranbleiben muss, um das Ergebnis zu erreichen.

Infrastrukturprojekte brauchen ihre Zeit – nicht nur für Bedarfs- und Objektplanung, sondern auch für Vergabe und Ausführung.

 

Die Themen dieser Phasen sind Bauleuten bekannt und vielfältig.

 

Es bedarf vieler Anstrengungen, große Infrastrukturprojekte zu realisieren.

In der Öffentlichkeit werden vor allem die schwierigen Projekte diskutiert.

 

Dranbleiben müssen Menschen mit einem Gesicht: Die sich mit den Projekten identifizieren.

 

Wir werden nach der Inbetriebnahme der Kläranlage Hölzches Mühle einen stabilen Betrieb aufbauen.

Die Akteure, die die Kraft hatten dranzubleiben, übergeben dann an die nächste Generation.

 

Zukunftsfähige Infrastruktur ist keine Selbstverständlichkeit!

 

Ihr
Markus Becker

Infrastruktur ist in den letzten 40 Jahren oft von einem niedrigen Qualitätsniveau hoch weiterentwickelt worden.

 

Die Generation der heutigen Pensionäre hat häufig zum Beispiel Wasser- oder Abwassernetze aufgebaut oder Straßen und Brücken ausgebaut.

 

Hierbei war die Spezialisierung auf eine Sparte ein Erfolgsfaktor.

 

In jeder Sparte der Infrastruktur haben sich Interessenverbände gegründet, die diesen Fortschritt durch Regelwerke und Qualitätsmanagement gesichert und fortgeschrieben haben und dies auch weiter tun.

 

Sicherlich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Auch wurde das Regelwerk nach den Themen der qualitätsvollen erstmaligen Herstellung von Infrastruktur hin zu Instandsetzungen und Reparaturen geschaffen.

 

Hier ist aber eine wesentlich geringere Anwendung in der Praxis zu beobachten.

 

Anscheinend ist die Zahl der neuen Fachthemen schneller gewachsen als die Einführung gesicherter Unterhaltungsprozesse.

 

Infrastruktur ist träge und hat automatisch eine gewisse Reserve in sich integriert. Das heißt, eine Infrastruktur verzeiht es oft, wenn nicht im ersten Jahr des Bedarfs reagiert wird, sondern in den Folgejahren.

Irgendwann ist aber jede Reserve aufgebraucht. Dann ist der Vermögensverfall enorm.

 

Das Verantworten in Sparten führt dann dazu, dass der wirtschaftlichste Eingriffspunkt schnell verpasst ist.

 

Während der eine Netzeigentümer dringend unterhalten muss, ist beim anderen der Bedarf mittelfristig anzusetzen.

 

Das führt zu langwierigen Abstimmungsprozessen, um eine gesamtwirtschaftliche Lösung zu finden.

 

Hier hindert das Denken in Sparten eher: Niemand möchte sogenannte „Buchverluste” durch nicht abgeschriebene Anlagengüter erzeugen.

Der Kardinalbeweis für schlechte Bewirtschaftung.

 

Dabei geht es oft nicht anders. Wir müssen in der Organisation wachsen, Anlagenbuchhaltungsthemen weiterentwickeln und spartenübergreifend denken!

 

Einige gute Ansätze sind zu beobachten. Techniker und Kaufleute müssen hier auch die Buchführung so ergänzen, dass das gesamtvolkswirtschaftliche Vermögen vermehrt wird.

 

Spartenübergreifend denken ist der nächste Schritt, um für zukunftsfähige Infrastruktur zu sorgen!

 

Ihr
Markus Becker

Geschäftsführer der Ingenieurbüro Dr. Klöppel GmbH

 

„Ich habe schon beim Lesen der eresten Kapitel gemerkt, dass ich da überall einen grünen Haken machen kann – genau so ist es!”

(zum Buch „Die Wahrheit liegt vor der Baggerschaufel”)

 

08.08.2019

 

Dr. Heinz Bernd Klöppel

Geschäftsführer der Ingenieurbüro Dr. Klöppel GmbH

 

„Das haben wir schon immer so gemacht”, „Das müssen wir so machen, ein Argument dazu kennen wir nicht” sind die absoluten Killersätze für jegliche Freude am Projekt.

 

Wir brauchen im Bereich der Bauabwicklung neue Leistungen und Methoden, um gesamtwirtschaftlich und zukunftsfähig Infrastruktur zu schaffen und zu erhalten.

 

Es bestehen genug Rahmenbedingungen, gesetzliche, fachtechnische

Vorgaben, die ein Projekt aufblasen und zu den bekannten Engpässen in der Umsetzung führen.

 

In Forschungsarbeiten – zuletzt von der Forschungsinitiative ZukunftBau wird jetzt nach Wegen für die „Optimierung der Initiierung komplexer Bauvorhaben” gesucht.

 

Kernaussage ist unter anderem, die Komplexität werde maßgeblich von „menschlichen Faktoren in sozialen Systemen” beeinflusst.

Ferner brauchen wir viel mehr Leistungsinnovationen im Bereich „Zusammenarbeiten” als in den technischen Spezifikationen.

 

Wir können jetzt darüber auch wieder theoretische Abhandlungen schreiben. Diese werden auch nur abgelegt.

 

Wir brauchen Muster, Piloten, mit denen wir diese neuen Formen der Zusammenarbeit üben.

 

Hier müssen alle zukünftigen Prüfer der Maßnahme mit eingebunden werden.

Es darf nicht sein, dass wir etwas fertig Gebautes dann auf Perfektion prüfen und es damit kaputt machen.

 

Erfolgreiche Infrastrukturprojekte – ohne Rechtsstreitigkeiten und Qualitätsthemen – entstehen durch Infrastrukturmannschaften.

 

Wir müssen in Deutschland nochmal neu lernen, zusammenzuarbeiten.

 

Ich freue mich immer wieder, wenn ich erleben darf, dass es trotz aller Anforderungen klappen kann.

 

Ihr
Markus Becker

 

Foto: fotolia #215424731

 

Geschäftsführer der KATEC Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH

 

„Ich lese gerade Ihr Buch, Herr Becker, und denke mir immer: „genau so ist es!”.

 

 

08.07.2019

 

Gerd Müller

Geschäftsführer der KATEC Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH