Wie entwickelt sich der Baumarkt?

Materialpreiserhöhungen, Lieferengpässe, Personalnot, Klimaschutztransformation, Energiewende – dies sind einige Themen, die die Ungewissheit über die weiteren Entwicklungen auf dem Baumarkt beeinflussen.

 

Coronakrise, Bundes- sowie Landes- und Kommunalpolitik, globale Entwicklungen und bei uns noch die Sturzflutkatastrophe sind neben firmeninternen und persönlichen Entwicklungen noch weitere Stellschrauben, die Einfluss haben.

Kein Wunder, dass diese Komplexität Ohnmacht und Unsicherheit auslösen kann.

 

Bei solcher Ungewissheit wird es zunehmend schwieriger, bei Bauprojekten die ständige Balance zwischen Qualitäten, Terminen und Kosten zu finden.

 

Hier hilft Kenntnis über Risikomanagement und den Umgang mit Ungewissheit.

 

Das Buch RISIKO von Professor Dr. Gerd Gigerenzer kann hier helfen.

Hierin erfahren Sie unter anderem, dass bei Ungewissheit Faustregeln für das Tagesgeschäft am besten helfen wie zum Beispiel:

 

  • Ruhe bewahren! Eins nach dem anderen!
  • Kommunikation mit allen Akteuren ritualisieren
  • Koordination kontinuierlich verbessern
  • Regelmäßiger Austausch mit Kollegen, Kunden, Geschäftspartnern, Baufirmen und Mitarbeitern, um Erfolgsmuster zu erkennen.

Kernerkenntnis zur Eingangsfrage:

 

Die Entwicklung ist realistisch nicht vorhersagbar.

 

Regional können wir durch einfache Faustregeln kleine Optimierungen für den Baumarkt nutzen und auf Sicht Lösungen für unsere Bauaufgaben suchen.

 

Ihr
Markus Becker

Der 1. Oktober ist der 79. Katastrophentag nach dem 14./15. Juli 2021, dem Hochwasserereignis im Ahrtal.

 

Es ist schlicht unfassbar, welches Leid durch die zahlreichen Todesfälle, Verletzten und die Zerstörung hier in unserer Region eingetreten ist!

 

Andererseits ist es aber auch unglaublich, welche positiven Aktionen und Maßnahmen seit dem Flutereignis schon eingeleitet und ergriffen wurden:

 

  • Über 50.000 Helfer haben im Tal – oft während ihres Urlaubs – tatkräftig mit angepackt.

  • Über 300.000 t Müll (Jahressperrmüllmenge Kreis Ahrweiler bisher 7.500 t) wurden bisher entsorgt.
  • Baumaßnahmen wurden von anderen Städten und Gemeinden kurzfristig in das Ahrtal verlegt.
  • Wirksame Organisationseinheiten in den Kommunen und Städten sind entstanden.
  • Themen wie Traumabewältigung, die Existenzsicherung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Errichtung von Einkaufsmalls, die

(Wieder-)Einrichtung von Kinderbetreuung, die (Wieder-)Aufnahme der Beschulung, der Bau von Container-Dörfern und Tiny Houses…

 

Vieles Weitere gäbe es an dieser Stelle zu nennen.

 

Das Ereignis als solches hat seinen Schrecken nicht verloren, und es geht im täglichen Krisenmanagement auch immer noch sehr viel schief! All diese Begleiterscheinungen gehören aber zur Katastrophe.

 

Alle diese Facetten sind die Katastrophe!

Auch wenn der Weg noch lang sein wird, ist seit dem 14./15. Juli 2021 schon unglaublich viel erreicht worden!

 

Heute möchte ich Ihren Blick daher vor allem auf das bereits Geschaffte lenken!

 

Es soll uns allen Mut machen und Zuversicht dafür geben, dass wir den Wiederaufbau gemeinsam hinbekommen werden!

 

Ihr
Markus Becker

Nach der Blaulichtphase leben wir jetzt mit einer Vielzahl von Provisorien wie einer provisorischen Wasserversorgung, einer notdürftig reparierten Abwasserableitung und Abwasserbehandlung sowie vielen weiteren “Übergangslösungen” in den Bereichen Strom, Gas und Telekommunikation.

 

Die Provisorien erzeugen bei uns:

  • Eine erste Freude, dass wir endlich wieder Wasser, Strom usw. zur Verfügung haben.
  • Eine Ernüchterung, dass wir noch lange nicht den alten Standard in Qualität, Verfügbarkeit und Quantität haben.
  • Das Bewusstsein, dass noch viele Risiken in der jetztigen Versorgungslage liegen; besonders, dass Wasser, Strom, wieder ausfallen können.

  • Die Klarheit, dass es unheimlich teuer ist, die Provisorien zu erstellen und zu unterhalten.
  • Die Notwendigkeit, sich über den Wiederaufbau einer endgültigen Lösung Gedanken zu machen.
  • Viele weitere Erkenntnisse, über die wir vor dem 14. Juli 2021 noch nicht nachgedacht haben.

 

Mir macht die Provisorienphase nochmal ganz deutlich:

Zukunftsfähige Infrastruktur ist keine Selbstverständlichkeit!

 

Das Thema braucht mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in den kommunalen Gremien.

 

Ihr
Markus Becker

Grafik: Adobe Stock_80955652

Damit wir in dringenden Fällen auch am Wochenende zu erreichen sind,

haben wir einen Notdienst eingerichtet, der über unsere zentrale Rufnummer

 

02641/91189-0

 

zu erreichen ist.

 

Die Veranstaltung am 24. und 25.06.2021 hat einen echten Bedarf sichtbar gemacht – sonst wäre das große Interesse nicht zu erklären, das der Fortbildungsveranstaltung entgegengebracht wurde.

 

An 13 Stationen wurde rund 150 Teilnehmern konkret gezeigt, wie

man durch die BIM-Methodik Mehrwerte zum Beispiel in der Vereinfachung der Bauabrechnung durch modellbasiertes Arbeiten erzielen kann.

 

Freuen Sie sich schon jetzt auf einen ausführlichen Ausblick, den wir Ihnen selbstverständlich nicht vorenthalten werden.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an MTS Schrode AG, Klaus Rick GmbH & Co. KG, Fa. Braun Transporte und an alle anderen Mitwirkenden, ohne deren Unterstützung ein solches Vorhaben nicht umzusetzen wäre.

Jetzt heißt es dranbleiben – am besten mit einer BIM-Basis-Schulung von und für Praktiker in unserer www.infrastruktur-akademie.de.

Fotos: Dominik Ketz

In einer Baubesprechung haben wir uns die Köpfe wahrlich heiß geredet.

 

Die Themen schienen sich immer mehr zu vertiefen und aufzuweiten.

 

Als ein unbeteiligter Dritter in den Besprechungsraum kam, sagte er uns:

 

„Reißt doch mal das Fenster auf! Hier ist aber eine schlechte Luft!“

 

Was von dem Kollegen ernsthaft gemeint war und als eine dringliche Empfehlung zum Luftaustausch zu verstehen war, hat bei mir ein ganz anderes Bild erzeugt:

Wir müssen auch die Projektfenster aufreißen und einfach einmal anders denken und anders an die Sache herangehen.

 

Die Diskussion eskalierte und entfernte sich immer mehr von irgendeinem Lösungskorridor.

 

Wir haben dann eine Pause gemacht, die Fenster wirklich geöffnet und wir haben über meine Beobachtung mit dem Öffnen des Projektfensters gesprochen.

 

Es tat sich was: Die Teilnehmer beschrieben die Situation sehr ähnlich.

Weil wir vorher schon besprochen hatten, auf jegliche Macht- und Schauspiele zu verzichten und auf keinen Fall in eine Schuld- und Recht-Diskussion eintreten zu wollen, war der neue Gedanke gut.

 

Das sollten wir machen: Die Projektfenster aufreißen und das ganze Thema nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten und bewerten.

 

Wir haben uns vertagt und in einem neuen Termin einen komplett anderen Lösungsansatz aufgebaut.

 

Der war zielführend! Wir haben viel gelernt für weitere Projekte und die Beziehung der Akteure hat sich deutlich positiv weiterentwickelt.

Bei vielen technischen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Themen finde ich es dringend notwendig, die Fenster aufzureißen.

 

Ich möchte jetzt gar nicht die Themenfelder alle aufzählen. Im Bereich der Infrastruktur, der Energiewende, des Klimaschutzes oder der Arbeit der Zukunft.

 

Die hoch emotionalisierte Luft muss raus! Nur dann können Lösungen gefunden werden.

 

Reißen wir mutig immer mehr Fenster auf und lüften unsere Diskussionen mal gründlich durch!

 

Ihr
Markus Becker

 

Werkleiter Eigenbetriebe Abwasserwerk und Wasserwerk der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler
 

„Von der Veranstaltung habe ich persönlich ganz neue Aspekte mitgenommen.

 

Insbesondere der aufgezeigte zeitliche Ausblick hat erkennen lassen, dass das BIM nunmehr relativ schnell zu einem alltäglichen Arbeitsmittel werden wird.“

(zur Fortbildungsveranstaltung BIM im kommunalen Tiefbau)

28.06.2021

 

Dirk Weber

Werkleiter
Eigenbetriebe Abwasserwerk und Wasserwerk
der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Professor für „Digitales Planen und Bauen“ an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt
 

„Der richtige Schritt auch im kommunalen Tiefbau die BIM-Methodik mit der ganzen Mannschaft einzuführen,

 

hier kann IBB als Vordenker sein Potential noch besser ausschöpfen.“

 

07.04.2021

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Melzner

Professor für „Digitales Planen und Bauen“ an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt

So ein Zitat, das Martin Luther zugesprochen wird.

 

Wenn der Kommentar veröffentlicht wird, haben wir mit allen technischen Mitarbeitern die zertifizierte BIM-Basic-Schulung absolviert.

Ob Vermessungstechniker, Bauabrechner, Straßenplaner, Zertifizierter Kanalsanierungsplaner, Bauzeichner, Geschäftsführer, Bauwirtschaftsingenieurin, Jung- Projektleiter, Azubi oder Oberbauleiter: Alle haben jetzt angefangen.

 

Das Thema betrifft alle!

Kollaboratives Arbeiten funktioniert nur mit allen Beteiligten.

 

Wir beginnen mit einfachen Anwendungsfällen, bei fast allen Projekten.

 

Die ersten Pilotprojekte haben viel Freude gemacht und direkt Mehrwert für uns und unsere Kunden erbracht.

 

Jetzt können wir mitreden, mitgestalten und weiterentwickeln.

 

Deswegen ist der Anfang die Hälfte!

 

Ihr
Markus Becker

 

Bei Wikipedia findet man klare und gute Definitionen, was mit Allmende gemeint ist. Ich möchte hier auf die Definition der Tragik der Allmende eingehen:

 

Die Begriffe „Tragik der Allmende“, „Tragödie des Allgemeinguts“, „Allmendeklemme“ oder „Allmendeproblematik“ bezeichnen ein sozialwissenschaftliches und evolutionstheoretisches Modell, nach dem frei verfügbare, aber begrenzte Ressourcen nicht effizient genutzt werden und durch Übernutzung bedroht sind, was auch die Nutzer selbst bedroht.

 

Ein Beispiel, das einem hierzu schnell einfällt, ist das Bild der vollen Autobahnen.

Statt Lagerhäuser zu bauen, ist es in Produktionseinrichtungen wirtschaftlich günstiger, sich „Just in Time“ vom Lieferanten beliefern zu lassen.

 

Das spart Lagerkosten. Tatsächlich wird das Lager aber nur auf die Straße verlagert. Das ist gemeint mit Tragik der Allmende.

 

Die frei verfügbare Ressource Straße wird nicht effizient genutzt, sondern in Teilen droht die Übernutzung. Ein Engpass, der sich hieraus entwickelt hat, ist die Überlastung unserer Brückenbauwerke. Das bedroht den Nutzer selbst.

 

Nun mögen Sie sich fragen, warum ich als Infrastrukturexperte auf einmal in der Lagerwirtschaft nach Tragiken suche?

2 Gründe:

 

1. Straßen und Brücken sind eine Infrastruktur, mit denen wir uns schon immer beschäftigt haben.
 
2. Unter der Straßenoberfläche können wir dieselbe Tragik immer mehr erleben.
 

Auch der unterirdische Straßenraum ist eine oft scheinbar frei verfügbare, aber begrenzte Ressource. Ich glaube, in Innenstädten und in Kreuzungsbereichen haben das mittlerweile die meisten Akteure erkannt.

 

Auch hier birgt eine Übernutzung wie zum Beispiel durch den Breitbandausbau in Teilabschnitten oder die Leitungsnetze aus der Energiewende eine Bedrohung für den Nutzer selbst.
 

Bei unseren Planungs- und Bauprojekten koordinieren wir im betroffenen Straßenabschnitt immer so gut es geht.

 

Doch nur wenige Jahre später – oft noch vor der Gewährleistungsabnahme der Bauleistung – haben schon wieder Überbauungen weiterer Akteure stattgefunden.

 

Ich glaube, das bedroht die lebenswichtige Infrastruktur viel mehr als wir heute denken!

 

Ihr
Markus Becker